Bewerben Sie sich als Auswilderer!

 

Igel haben ein festes Revier. In einigen Fällen kommt es aber vor, dass ein Igel nach seiner Genesung nicht wieder dort ausgewildert werden kann, wo er gefunden wurde.
Die Gründe hierfür sind unterschiedlich.
Auch verwaiste Igelbabys, die in der Igelstation aufgezogen und dort ihren ersten Winterschlaf verbrachten, benötigen später einen geeigneten Lebensraum.

Für diese Igel suchen wir regelmäßig in den Monaten April/Mai bis September nach Auswilderungsstellen.

Voraussetzungen hierfür sind:

• Das Sie einen Garten haben, der nicht direkt neben einer stark befahrenen Straße liegt.
Die Größe ist hierbei gar nicht so wichtig, da Igel sich eh nicht an Grundstücksgrenzen halten und so oder so auch die Gärten Ihrer Nachbarn als Revier betrachten werden.
Obwohl Igel Einzelgänger sind, verteidigen sie ihr Revier nicht gegen Artgenossen. (An Futterstellen kommt es höchstens mal zu Rangeleien, wer nun zuerst ans Büffet darf oder zwei Männchen “zanken” sich um dasselbe Weibchen. In diesem Punkt unterscheidet sich der Erinaceus europaeus nicht wesentlich vom Homo sapiens.) Von daher ist es auch möglich, einen fremden Igel in einem Revier anzusiedeln, indem schon andere Artgenossen leben.

• Das Sie und Ihre Nachbarn/Nachbarschaft Mähroboter – wenn überhaupt – nur zwischen 9.00 Uhr morgens und 17.00 Uhr abends betreiben.
Gerade trächtige Igelinnen oder welche, die schon einen Wurf haben, machen sich manchmal sehr früh, also noch vor Einsetzen der Dämmerung, auf die Suche nach Futter. Männliche Igel werden meist erst nach Einbruch der Dunkelheit aktiv. Ihre Fettreserven sind im Allgemeinen auch viel höher, da sie keine Jungtiere austragen bzw. säugen müssen. Die Weibchen nutzen die „Igelmännchen freie Zeit“, um ungestört auf Nahrungssuche zu gehen oder um ihre Jungen von einem Unterschlupf zum nächsten zu transportieren.

• Kein Einsatz von Freischneidern oder elektrischen Heckenscheren.
Selbst wenn Sie das Gelände vorher mit den Händen abtasten würden, würden Sie einen Igel wahrscheinlich dennoch übersehen, weil er sich extrem gut tarnt und zudem auch nicht die Flucht ergreift, sondern auf seine Stacheln vertraut. Gerade in dickem Gestrüpp mit Laub verstecken sich Igel gerne tagsüber.

• Sie müssen sich kümmern.
Im Klartext heißt das, Sie müssen bei füttern. So wie Sie vielleicht jeden Morgen ihr Vogelhäuschen mit neuem Futter befüllen, müssen Sie nun jeden Abend Futter für die Igel raus setzen und den Platz sauber halten. (Regelmäßig den Kot entfernen, denn wie die meisten Wildtiere kacken Igel da wo sie fressen.) Zur Fütterung bekommen Sie von uns eine sogenannte Futterpalette. Diese hat den Vorteil, dass der Igel da zwar drunter krabbeln kann – aber nicht die Katze! Außerdem bringen wir Ihnen den ersten Sack Futter mit und ein Schlafhaus. Für alles zusammen hätten wir gerne einen Obolus von 80 Euro für den Igelverein. Mein Mann baut jedes Schlafhaus und jede Futterpalette selbst. Des Weiteren benötigen Sie nur noch zwei Schälchen fürs Futter und eines fürs täglich frische Wasser.

• Das Versprechen.
Außerdem werden wir Ihnen das Versprechen abnehmen, dass Sie zwischen Anfang März und Ende Oktober jeden Tag Futter bei füllen und den Boden unter der Palette sauber halten. (Manchmal ist es besser, die Palette nach einiger Zeit um ein oder zwei Meter zu verschieben, dann erholt sich auch das Gras.) Und dass Sie auch im Winter immer ein Schälchen Futter unter der Palette stehen lassen. Igel schlafen nämlich nicht den ganzen Winter durch, besonders Jungigel nicht. Die Igel, zu deren Revier Ihr Garten zählt, werden es Ihnen danken, wenn sie auch im Winter Futter & Wasser finden – falls nötig. In den Sommermonaten bitte zwei Futternäpfchen unter die Palette setzen. So entsteht kein Futterneid, falls zwei Igel gleichzeitig darunter krabbeln. Deshalb haben alle unsere Futterpaletten auch an jeder Seite eine Öffnung. So haben kleinere Tiere immer die Möglichkeit zur Flucht, ohne sich durch größere Artgenossen in die Ecke gedrängt zu fühlen.

Aber vielleicht sind Sie ja überzeugt, gar keine Igel im Garten zu haben und wollen gerade deshalb auswildern. Nun, ich denke, Sie irren sich. Vielleicht lebt kein Igel direkt in ihrem Garten, aber auf der nächtlichen Suche nach Futter durchqueren bestimmt mehrere Tiere jede Nacht ihr Grundstück.

Tja, und wenn Sie uns dann auch noch versprechen, immer schön Futter bei zukaufen, wir sagen Ihnen, wo Sie das Futter bekommen, dann ja, dann werden wir Ihnen ein Igelchen bringen, dass bei Ihnen hoffentlich ein gutes neues zu Hause findet. (Wir füttern ausschließlich getreidefreies Katzentrockenfutter für Kitten vom Raiffeisen Markt, der Marke Tierliebe Junior, 2.5 KG kosten 9,75 Euro (Stand Jan. 2025) und damit kommen Sie ca. 2 Monate aus.)

Wir beraten Sie auch gerne hinsichtlich der Gestaltung eines igelfreundlichen Gartens und sind immer für Sie zu erreichen, wenn Sie Fragen zu Ihren Igeln haben oder Hilfe benötigen – das ist unser Versprechen an Sie!

Wir investieren sehr viel Zeit und Liebe in die Pflege der kleinen Stachelbären und es ist uns sehr wichtig, dass die Tiere ein gutes zu Hause bekommen, möglichst frei von tödlichen Gefahren und mit genug Nahrungsmöglichkeiten. Wir werden von Zeit zu Zeit auch nachfragen, wie es Ihrem neuen Schützling geht. -Nicht, weil wir Sie kontrollieren wollen, aber einige der Tiere haben bis zur Auswilderung viel Leid erfahren oder enorme Schmerzen durchlitten und mein Mann und ich haben sehr viel Herzblut in ihre Genesung investiert: Kurzum, die Tiere sind uns ans Herz gewachsen!

Durch den Rückgang der Insekten ist es leider unerlässlich geworden, auch Igel bei zufüttern. Genaugenommen müsste wenigstens einer von drei Hausbesitzern, ausgehend von einer jeweiligen Grundstücksgröße von 1000 QM, eine Igel-Futterstelle einrichten. Der Hungertod und der Tod durch Mähroboter sind die Haupttodesursachen von Igeln. Falls Sie aber nur auswildern möchten, weil Sie glauben, dass der Igel Sie von der Schneckenplage erlöst, müssen wir Sie enttäuschen: Igel fressen Schnecken und Regenwürmer nur in äußerster (Hungers)Not. In der Regel fressen sie die Schnecken auch nur an und die Schnecke überlebt den Igelbiss. Für den Igel reicht der eine Happen aber unter Umständen, dass er sich mit Lungenwürmern infiziert, an denen er sterben kann.

So, und wenn Sie bis hierher geschafft haben und immer noch einen Igel auswildern möchten, dann erkläre ich Ihnen noch schnell, wie das abläuft:

Sie schicken uns eine Email und wir machen einen Termin bei Ihnen vor Ort, um uns die Gegebenheiten anzusehen. Wenn die Gegebenheiten OK sind und Sie uns Ihr Versprechen geben haben und uns dabei aufrecht in die Augen schauen konnten, setzen wir Sie auf die Liste für Auswilderer.

Je nachdem geht es dann sehr schnell. Manchmal können Sie sofort einen Igel bekommen und manchmal, gerade im Herbst müssen Sie warten bis zum nächsten Frühling. –Außer Sie sagen, ich könnte mir auch vorstellen, einen Igel bei mir im Garten kontrolliert überwintern zu lassen, aber das ist wieder eine andere Geschichte, die wir Ihnen dann lieber persönlich erzählen.

Jedenfalls, wenn ihr Igelchen kommt, dann kommt es zusammen mit einem ca. 2x1m großem Kaninchengehege, Schlafhaus, Futterpalette und dem ersten Sack Futter.
Das Gehege holen wir nach ca. 10 Tagen wieder ab. Für alles andere hätten wir gerne 100 Euro. (Wem die 100 Euro schon zu viel sind, der wird sich auch nicht wirklich kümmern.)

Nachtrag vom 19.04.26: Gegen eine Spende von 45 Euro können Sie bei uns entweder ein Schlafhaus oder eine Futterpalette erwerben. Für beides zusammen macht das 90 Euro, plus 10 Euro für das Futter. Wenn Sie ein gutes Schlafhaus haben, brauchen Sie kein Haus von uns. Wir haben so oder so die Erfahrung gemacht, dass Igel die Häuschen nur dauerhaft annehmen, wenn sie krank/verletzt sind.

Damit sich das Igelchen erst mal an die neue Umgebung gewöhnt, alle neuen Geräusche und Gerüche kennenlernen kann, bleibt es die ersten ca. 10 Tage im Gehege. Das Gehege stellen wir in Ihrem Garten auf eine möglichst begrünte, schattige und für Sie gut zugängliche Fläche. Gut zugänglich deshalb, weil Sie in den nächsten 10 Tagen jeden Tag das Gehege nebst Schlafhaus vom Igelkot befreien müssen. (An besten geht das mit einem kleinen Spachtel.) Auch das Stroh im Schlafhaus muss von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden. Die Futterpalette wird gleich an das Gehege angeschlossen, sodass ihr neuer Gartenbewohner sofort lernt, wie er da drunter kommt.
Nach ca. 10 Tagen, wenn sich der Igel eingewöhnt hat, nehmen Sie einfach das Gehege weg. Möglich, dass ihr Igelchen noch lange jeden Morgen in sein Schlafhaus zurückkehrt und dort den Tag verschläft, deshalb ist es wichtig das Häuschen erstmal nicht zu versetzen. Später können Sie das Haus getrost unter einen Baum an einen schattigen Ort stellen und dann werden auch andere Igel es von Zeit zu Zeit benutzen. Wichtig ist, dass Sie regelmäßig das Stroh austauschen!!!  Manchmal ist ihr neuer Gartenbewohner auch gleich nach der ersten Nacht in Freiheit unterwegs und zieht es vor, fortan Tag & Nacht in freier Natur zu verschlafen. Doch besonders die Igeldamen bleiben ihrem Schlafhaus noch lange treu, was aber nicht heißen muss, dass sie prinzipiell jeden Tag darin schlafen. Jedenfalls ist es wichtig, das Schlafhaus immer sauber zu halten!!!

Alle unsere Igel, die ausgewildert werden, tragen zudem eine Markierung mit Nagellack auf dem Rücken oder dem Popo, sodass Sie ihr Pflegekind immer von den anderen Igeln in Ihrem Garten unterscheiden können.

Mit der Zeit werden dann auch auf jeden Fall noch andere Igel zu der Futterpalette in Ihrem Garten pilgern und deshalb ist es in den Sommermonaten wichtig, immer zwei Futternäpfchen darunter zu stellen. Das frische Wasser stellen Sie am besten vor die Palette. Wichtig: Sind alle Futternäpfe morgens leer, haben Sie nicht genug Futter rausgestellt. Nur wenn noch Futter übrig ist, war‘s auch genug!

Es ist eine wahre Freude, abends im Garten zu sitzen und den Igeln zuzuhören, wie schnaufend und prustend durch das Unterholz laufen. Ein einziger Igel kann gefühlt so viel Lärm erzeugen wie eine ganze Herde Elefanten. Zudem sind Igel dankbare Tiere. Sie zerstören nichts und sind auch ansonsten nicht lästig.
Allerdings, wer sich nun freut, dass der Igel die Schneckenplage im Garten bekämpft, irrt sich gewaltig! Igel sind zwar reine Fleischfresser, aber Schnecken und Regenwürmer stehen nur im äußersten Notfall auf ihrem Speiseplan. Zudem übertragen Schnecken und Regenwürmer Innenparasiten, die für Igel tödlich sein können.

Wenn Sie an unserem Igel-Auswilderungsprogramm teilnehmen möchten, dann schreiben Sie uns bitte eine Email.

Foto: Selbstgebautes Schlafhaus und eine Futterplatte. Die Palette hat den Vorteil, dass keine Katze hinein kommt und sie hat an jeder Seite einen Zugang, sodass ein kleinerer Igel immer die Möglichkeit zur Flucht hat, wenn ein größerer hineinkommt.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Handynummern mehr veröffentlichen und nur noch ausschließlich über Email zu erreichen sind.
Wenn Sie gerne Auswildern möchten, schicken Sie uns bitte eine kurze Email an info@igelverein-aurich.de
Schreiben Sie uns Ihren Namen, wo Sie wohnen, eine Telefonnummer und wann Sie am besten zu erreichen sind. Wir melden uns dann umgehend bei Ihnen.

Unten an noch ein schönes Beispiel für Ideologie & Beratungsresistenz

Am 8. April 2026 20:33 schrieb Herr XY:
Hallo und Moin,
Ich habe heute beim Raiffeisen-Markt Aurich Ihre Bekanntmachung „Igel-Auswilder“ gesehen und großes Interesse, ein Pärchen bei uns aufzunehmen, auch kurzfristig. Wir verfügen über einen kleinen, naturnahen Garten mitten im Auricher Stadtgebiet mit einer kleinen Hobby-Imkerei. Ein Igelhaus, das im letzten Herbst/Winter leider nicht bewohnt war, ist vorhanden (siehe Foto). Über eine Rückmeldung würden wir uns sehr freuen.

Viele Grüße
Herr XY

Am 08.04.26 um 20:53 schrieb Igelverein Aurich eV:
Moin Herr XY
Ich melde mich morgen kurz vor Mittag telefonisch bei Ihnen – wenn’s OK ist.
Haben Sie sich schon folgenden Link angesehen: https://igelverein-aurich.de/bewerben-sie-sich-als-auswilderer/

Mit freundlichem Gruß,
Kristina Martha Bruins
1. Vorsitzende Igelverein Aurich e.V.

Am 9. April 2026 um 09:10 schrieb Herr XY:
Guten Morgen Frau Bruins,
die Bedingungen habe ich gelesen. Das von Ihnen vorgesehene Verfahren ist uns aber viel zu kompliziert und etwas überzogen sowie mit 80€! zusätzlich auch zu überteuert. Wir haben schon dreimal junge Igel erfolgreich durch den Winter gebracht und gesund durch das Frühjahr begleitet – und das mit relativ einfachen Mitteln. Also wir wissen, worauf es letztlich ankommt, zumal wir bis auf das letzte Jahr regelmäßig auch ausgewachsene Tiere in unserem Igelhaus beherbergen konnten.
Von einer Patenschaft in dieser Form möchten wir deshalb Abstand nehmen und künftig weiterhin eine gute Betreuung der Tiere nach unseren eigenen Vorstellungen sicherstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Herr XY

Am 09.04.26 um 09:42 schrieb Igelverein Aurich eV:
Guten Morgen Herr XY
Vielen Dank für Ihre ehrliche Mitteilung. Ich möchte mir die Zeit nehmen, ebenso ehrlich mit Ihnen zu sein: Einen Jungigel zu päppeln und adäquat und artgerecht über den Winter zu bringen kostet – neben viel Zeit – auch sehr viel Geld: Pro Tier ca. 150 Euro.
Kaum ein Finder spendet allerdings etwas. Die meisten Menschen finden es schon mehr als ausreichend, dass sie das Tier überhaupt zu uns bringen. Ich weiss, dass viele Vereine wirklich Schindluder mit Spendengeldern treiben. Deshalb war meinem Mann und mir eine “gläserne Billanz” bei Vereinsgründung auch extrem wichtig.
Vielleicht machen Sie sich nochmal die Mühe und lesen auch das was unter folgendem Link steht: https://igelverein-aurich.de/2025-jahresruckblick/
Dort stelle ich einige der Tiere vor und es gibt auch einen Rechenschaftsbericht als PDF Dokument der detailliert alle Kosten des vergangenen Jahres auflistet. Daraus geht auch hervor, dass mein Mann und ich den Großteil der Kosten immer noch selbst finanzieren.
I. Ü. nehmen wir keine 80 Euro, sondern 35 für die Futterpalette und 10 Euro für den ersten Sack Futter (= EK-Preis) – manche Menschen möchten auch ein Schlafhaus behalten, das wären dann nochmal 35 Euro. Das Schlafhaus ist aber kein muss.

Es ist schön, dass sie schon einige Tiere erfolgreich über den Winter gebracht haben. Ich gehe davon aus, dass sie bei Ihrem Tierarzt auch eine Kotuntersuchung haben durchführen lassen und die Tiere entsprechend entwurmt und von Außenparasiten befreit wurden. -Dann wissen Sie auch, was das kostet. Es ist natürlich schade, wenn man so viel Zeit und Geld und noch zuletzt auch Liebe in so ein Tier steckt und es später einfach irgendwo ausgesetzt wird – ohne dass es jemanden gibt, der sich weiter kümmert. Von daher danke ich Ihnen für Ihre Ehrlichkeit, denn wir würden Ihnen so oder so nie Igel anvertrauen.

Dass was Sie unter “guter Betreuung” für die Tiere verstehen ist definitiv nicht gut. Aber ich kann zw. Ihren Zeilen auch herauslesen, dass eine Diskussion darüber mit Ihnen keinen Zweck hat und es auch nichts bringt, wenn ich Ihnen schreibe, dass ich eine Genehmigung nach §11 des TSchG habe, die mich als Igelaffin ausweist und mir die Haltung von hilfsbedürftigen Igeln erlaubt. Doch vielleicht besuchen Sie mal die Seite von ProIgel im Internet und vergleichen das was dort über Igel geschrieben wird mit dem was Sie für richtig halten.

Unabhängig davon dürfen Sie sich gerne melden, wenn Sie mal einen Igel finden, der krank oder verletzt ist und ihr eigenes Wissen vielleicht doch an seine Grenzen stößt. Wie gesagt – wir sind es gewohnt, dass Igelfinder kein Geld spenden. Alternativ bliebe Ihnen nur der Gang zum Tierarzt und das würde dann doch Geld kosten.

MfG
Kristina Martha Bruins

Am 9. April 2026 10:48 schrieb Herr XY:
Hallo,
in der einschlägigen Literatur wird Ihre Philosophie zur Igelaufzucht/Igelauswilderung überwiegend nicht geteilt, unter anderem auch die Dauer der regelmäßigen Fütterung von März bis Oktober nicht.
Wie dem auch sei. Unsere Erfolge zum Wohle und Gesundheit der Tierchen sowie ein selbstständiges Leben in Freiheit gibt uns Recht! Daran werden wir uns auch in Zukunft orientieren. Mehr gibt es unsererseits dazu nicht zu sagen.

Gruß

Am 09.04.26 um 12:27 schrieb Igelverein Aurich eV:
…vielleicht ist Ihre Literatur nicht mehr auf dem neuesten Stand.  – Aber ich habe gesehen, dass Sie als Beruf Redakteur angeben. Das passt und entspricht auch genau meiner Erfahrung mit der Presse (nicht nur in puncto Igel). Aber besuchen Sie doch mal eine der wirklich großen Päppelstationen für Igel und lassen sich von Fachpersonal beraten. Andererseits kenne ich natürlich das Problem, dass sehr viele Menschen mittlerweile nur noch Literatur (in welcher Form auch immer) prinzipiell nur dort suchen, wo sie wissen, dass diese die eigenen Vorstellungen spiegelt. Objektivität ist leider keine Tugend mehr. Auch das Verdrehen von Tatsachen ist leider salonfähig geworden: Die von uns gepflegten Tiere verbringen ein Leben in Freiheit, nachdem sie ausgewildert wurden. Nur, dass sie in Notzeiten immer wissen, wo sie Futter finden. Einen Jungigel, der im Herbst gefunden wurde, kann man zudem nicht vor dem Frühjahr – also nach dem Winterschlaf – auswildern. Erstens, weil er sich keinen Schlafplatz für den Winterschlaf einrichten könnte, er hat ja auch noch kein eigenes Revier und zweitens, weil er aufgrund seines Gewichtes qualvoll verhungern würde. Ein (Jung)Igel benötigt mindestens 500 Gramm Gewicht besser 600 Gramm Ende Oktober und abhängig von der Witterung, um alleine über den Winter zu kommen. Das sind FAKTEN und das belegt MEINE Erfahrung und ich glaube, ich habe mittlerweile ein paar 100 Igel mehr gepäppelt, als sie es jemals tun werden. Ihnen geht es um die 80 Euro – und um nichts anderes. Weitere Emails von Ihnen werde ich auch nicht mehr lesen – das wäre Zeitverschwendung.

Am 9. April 2026 12:41 schrieb Herr XY:
Habe Ihre Nachricht ungelesen gelöscht!!!

Nachtrag von mir hierzu: Vielleicht hätte ich ihm schreiben sollen, dass der Westeuropäische Braunbrustigel seit 2024 auf der internationalen Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) steht. Er wird dort als potenziell gefährdet eingestuft, weil die Bestände durch menschliche Einflüsse, wie Mähroboter, Nahrungs- und Lebensraummangel, deutlich zurückgehen. Aber auch das hätte er wahrscheinlich als Humbug abgetan. Das es solche Menschen gibt, ist traurig. Dass sie aber die Macht haben, die Medien zu beeinflussen, ist gefährlich – auch für Igel.

Verantwortliche
Autorin
dieses Blogs:
Kristina Martha Bruins

Dieser Blog ist nicht KI generiert, sondern selbst verfasst!

 

Blog 6 Bewerben Sie sich als Auswilderer
Bildnachweis:
Featured image by Kristins Martha Bruins unter Verwendung von
ai-generated-8534484_1280
1 hedgehog-8323740_1280
2 hedgehog-8923522_1280
3 hedgehog-548335_1280(1)
4 ai-generated-8711364_1280(1)
5 hedgehog-8323696_1280 and snail-7257206_1289
6 Copyright by Kristina Martha Bruins 2024

 

COMMENTS

Leave a Comment